Eine Winterreise



nach dem Liederzyklus von Franz Schubert und Wilhelm Müller


Leitung
Regie:
Rainer Vierlinger

Ausstattung:
Marion Käfer

Musikalische Leitung:
Afrodite Stein-Stylianidou

Choreographie:
Daniel Morales Pérez

Dramaturgie:
Dean Wilmington


Künstler
Er:
Bonko Karadjov

Sie:
Eva Maria Amann

am Klavier:
Afrodite Stein-Stylianidou


Termine:
13.11.2020, 19:30 - 20:45 Uhr     Großes Haus
14.11.2020, 19:30 - 20:45 Uhr     Großes Haus
15.11.2020, 17:00 - 18:15 Uhr     Großes Haus
20.11.2020, 19:30 - 20:45 Uhr     Großes Haus
21.11.2020, 19:30 - 20:45 Uhr     Großes Haus
22.11.2020, 17:00 - 18:15 Uhr     Großes Haus


Pause: keine

Ein Jahr vor seinem Tod im Herbst 1827 vollendete Franz Schubert diesen Liederzyklus nach den poetischen und mit starker Bildkraft geprägten Texten von Wilhelm Müller. Die „Winterreise“ ist eine Kette von Rückblicken und Stimmungen eines von der Liebe enttäuschten Mannes auf seiner ziellosen, äußeren wie inneren Reise durch eine Winterlandschaft. Ist es auf den ersten Blick ein unglücklich Verliebter, der sinnbildlich seine Träume und Melancholien, insgesamt 24 Seelenzustände durchwandert, erkennt man bei näherer Betrachtung einen Mann, der auf der Suche nach seinem persönlichen Ziel, sein Schicksal selbst in die Hand nimmt. Der Liederzyklus, der den Höhepunkt in Schuberts Liedschaffen bildet, ist einerseits das Psychogramm des melancholischen Charakters Schuberts und ein Denkmal des romantischen Kunstliedes. das Werk erreicht und berührt die Menschen in ihrem Innersten. Unser aller Aufgabe und Verantwortung, sich und dem eigenen Schicksal zu stellen, erklärt u.a. auch den Grund für die ungebrochene und außerordentliche Popularität des Werkes. Bis heute gehört Schuberts „Winterreise“ zu den meistaufgeführten Liederzyklen. Einzelne Lieder daraus, wie zum Beispiel „Gute Nacht“ („Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh‘ ich wieder aus“) oder „Der Leiermann“ verselbstständigten sich. Vor allem aber „Am Brunnen vor dem Tore“ wurde zum Inbegriff von Heimatgefühl und romantischem deutschsprachigen Liedgut. Passend für den November wird im Theater an der Rott eine szenische Fassung mit zwei Solisten auf die Bühne kommen.