Bezahlt wird nicht!



von Dario Fo, Deutsch von Peter O. Chotjewitz


Leitung
Inszenierung:
Petra Schönwald

Ausstattung:
Ragna Heiny

Dramaturgie:
Marianne Kjær Klausen


Künstler
Giovanni:
Martin Puhl

Margherita:
Vanessa Boritzka

Luigi:
Ferdinand Ascher

Antonia:
Julia Ribbeck

Kommissar, Polizist, Alter:
Anna Vieira Auer


Termine:
16.10.2021, 19:30 - 21:00 Uhr     Großes Haus
17.10.2021, 17:00 - 18:30 Uhr     Großes Haus
22.10.2021, 19:30 - 21:00 Uhr     Großes Haus
23.10.2021, 19:30 - 21:00 Uhr     Großes Haus
24.10.2021, 18:30 - 20:00 Uhr     Großes Haus
29.10.2021, 19:30 - 21:00 Uhr     Großes Haus
30.10.2021, 19:30 - 21:00 Uhr     Großes Haus
31.10.2021, 18:30 - 20:00 Uhr     Großes Haus




Pause: keine

Antonia und ihre Freundin Margherita wissen nicht mehr, wie sie mit dem wenigen Geld, das ihnen zur Verfügung steht, ihren Alltag bewältigen sollen. Die Preise für Strom, Gas und Miete sind gestiegen und nun werden auch noch die Nahrungsmittel immer teurer. Endlose Preiserhöhungen bringen die beiden Freundinnen und viele anderen Frauen dazu, im gemeinsamen Kampf um Gerechtigkeit, Regale in Supermärkten zu plündern und ihre „Einkäufe“ anschließend nach Hause zu tragen, unter dem Motto: "Bezahlt wird nicht!". Daheim angekommen haben die beiden Probleme, ihr Diebesgut zu verstecken. Einerseits vor der Polizei, die alle Wohnungen durchsucht andererseits vor ihren Ehemännern, die sich streng an Gesetz, Moral und Ehre halten und lieber verhungern würden, als zu stehlen. Ein rasant komischer Strudel von absurden Ideen beginnt und führt in ein fulminantes Verwirrspiel um erfundene Schwangerschaften oder angeblich verstorbene Polizisten. Die temporeiche Komödie von Dario Fo wurde 1974 zum ersten Mal aufgeführt und 2009 von ihm, angesichts der globalen Finanzkrise überarbeitet. „Bezahlt wird nicht!" ist eine turbulente Mischung aus Farce und Posse, Groteske und Boulevardkomödie. Ein pointiertes und dennoch sozialkritisches Aufbegehren fleißiger Bürger gegen die wirtschaftliche Not. In „Bezahlt wird nicht!“ entwarf der italienische Literatur-Nobelpreisträger und Theatermann Dario Fo eine bissige politische Utopie über explodierende Inflationsraten und Wirtschaftskrisen. In seinen pointierten Dialogen und grotesken Situationen offenbart Fo mit einem zwinkernden Auge nicht nur aktuelle gesellschaftliche Missstände, sondern fragt auch nach der Verantwortung jedes Einzelnen. Auf Theaterbühnen seit der Uraufführung weltweit beliebt, erfreut sich auch der Inhalt des Stückes (leider) immer wieder großer Aktualität.