Publikumsbeschimpfung



(kein) Schauspiel von Peter Handke


Leitung
Inszenierung:
Johannes Lang

Ausstattung:
Marion Käfer

Dramaturgie:
Elke Maria Schwab-Lohr


Künstler
Mann2:
Martin Puhl

Mann1:
Ferdinand Ascher

Frau1:
Vanessa Boritzka

Frau2:
Stefanie Darnesa

Pause: Yes

Seine politische Haltung gilt als Wahnsinn, das Werk Peter Handkes als genial. Der Nobelpreisträger für Literatur 2019 polarisiert. Mit „Publikumsbeschimpfung“ gelang Handke, dem ewigen Revoluzzer der Durchbruch. Das Stück, das als erstes behauptete, gar kein Theaterstück zu sein, war bei der Uraufführung 1966 ein Skandal, obwohl man es nicht darauf angelegt hatte. Theaterhistoriker kennzeichneten mit der Aufführung von „Publikumsbeschimpfung“ den Beginn des modernen Theaters im deutschsprachigen Raum. Es gibt keine Handlung im traditionellen Sinn. Das Sprechstück in seiner wahrsten Form bringt keine Geschichte auf die Bühne, sondern ist eine reine Ansprache an das Publikum, mal erklärend, theoretisierend und natürlich auch beschimpfend. Der Text der Sprecher richtet sich vom ersten bis zum letzten Wort direkt an das Publikum. Das Publikum soll nicht konsumieren, sondern reagieren, wenn es mit Gedanken und Worten adressiert wird. Die „Publikumsbeschimpfung“ lebt primär von der Wirkung der Sprache, die nach wie vor eines der genialsten Stilmittel des Theaters ist.