PUBLIKUMSBESCHIMPFUNG

von Peter Handke
Leitung
Regie
Johannes Lang
Ausstattung
N. N.
Dramaturgie
Kay Philipp Baronowsky

Termine
22. April 2023, 19:30
Großes Haus
P+ / P
23. April 2023, 18:30
Großes Haus
A1
27. April 2023, 19:30
Großes Haus
C
28. April 2023, 19:30
Großes Haus
B1
29. April 2023, 19:30
Großes Haus
A2
30. April 2023, 18:30
Großes Haus
B2

P+ / P | A1 | A2 | B1 | B2 | C | K: jeweiliges Abo in dieser Vorstellung
SV: Schulvorstellung | gV: geschlossene Veranstaltung | zlM: zum letzten Mal

Peter Handke, der Nobelpreisträger für Literatur 2019 polarisiert. Immer schon.

Mit „Publikumsbeschimpfung“ gelang Handke, dem ewigen Revoluzzer, der Durchbruch. Das Stück, das als erstes behauptete, gar kein Theaterstück zu sein, war bei der Uraufführung 1966 ein Skandal, obwohl man es nicht darauf angelegt hat. Theaterhistoriker kennzeichneten mit der Aufführung von „Publikumsbeschimpfung“ den Beginn des modernen Theaters im deutschsprachigen Raum. Es gibt keine Handlung im traditionellen Sinn. Das Sprechstück in seiner wahrsten Form bringt keine Geschichte auf die Bühne, sondern ist eine reine Ansprache an das Publikum, mal erklärend, theoretisierend und natürlich auch (aber nicht ausschließlich) beschimpfend. Der Text der Sprecher richtet sich vom ersten bis zum letzten Wort direkt an das Publikum. Das Publikum soll nicht konsumieren, sondern reagieren, wenn es mit Gedanken und Worten adressiert wird.

Die „Publikumsbeschimpfung“ lebt primär von der Wirkung der Sprache, die nach wie vor eines der genialsten Stilmittel des Theaters ist.